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wilhelmsturm

Das Wahrzeichen der Oranierstadt Dillenburg

Seit 1130 stand das Dillenburger Schloss. Im Siebenjährigen Krieg wurde es 1760 zerstört und heute zeugen fast nur noch Ruinen vom prachtvollen Bau. Mehr als 100 Jahre nach der Zerstörung beschlossen die Dillenburger, ihrem Schlossberg und damit der Stadt selbst ein neues Wahrzeichen zu geben und errichteten den Wilhelmsturm. Er wurde in den Jahren 1872-1875 auf dem historischen Schloßberg gebaut.
Als Andenken an das Wirken von Wilhelm I. von Oranien, der 1533 im Dillenburger Schloss geboren wurde, zeugt heute das Oranien-Nassauische Museum mit vielen Ausstellungsstücken und Dokumenten von seiner Geschichte. Außerdem beeindrucken die Kasematten, also die unterirdischen Verteidiungsanlagen des alten Schlosses, die zu den größten Verteidigungsanlagen West-Europas aus der frühen Neuzeit (15./16. Jahrhundert) gehörten.

Ein Bürgerkommittee entschied, den Wilhelmsturm zu bauen: Als Gedenkturm für Wilhelm-von-Oranien

Armin Rau, Vorsitzender Museumsverein

Wilhelm von Oranien

Wilhelm von Nassau-Dillenburg der Schweiger, Fürst von Oranien wurde 1533 in Dillenburg geboren und war ein Führer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien, auch bekannt als Achtzigjähriger Krieg (1568–1648). Wenn man vom Haus Oranien-Nassau spricht, so ist bekannt, dass dieses Herrschergeschlecht als niederländisches Fürsten- und Königshaus mit zu den herausragenden Dynastien Europas zählt. Der bekannteste Vertreter dieses Hauses dürfte wohl Wilhelm I. sein, der im Jahre 1544 das Erbe seines kinderlos gefallenen Vetters René von Chalon, Prinz von Oranien antrat.

Mit diesem Erbe kam nicht nur das französische Fürstentum Orange am Unterlauf der Rhone in den Besitz Wilhelms, sondern es fiel ihm auch das reiche Erbe der Linie Nassau-Breda mit den umfangreichen Besitzungen in den Niederlanden und Luxemburg zu. Um das Erbe allerdings antreten zu können, musste er die elterliche Burg in Dillenburg verlassen und nach Brüssel an den Hof von Kaiser Karl V. übersiedeln, wo er im katholischen Glauben aufwuchs. Nach der Abdankung Karls V. im Jahre 1555 bemühte sich Wilhelm um ein ähnliches Vertrauensverhältnis zu dessen Sohn und Erben, Phillip II., König von Spanien, der jedoch seine politischen Ziele gegen die Protestanten mit Gewalt durchzusetzen versuchte. Er setzte sich über alle politischen und kirchlichen Besonderheiten der einzelnen Provinzen der Niederlande hinweg und regierte mit unnachsichtiger Strenge.

Wilhelm von Oranien unterstützte die Verfolgung der Protestanten nicht und lehnte auch die Brüsseler Regierungspolitik ab, die darauf zielte, die Rechte des alteingesessenen Hochadels immer mehr zu beschränken. Deshalb stellte er sich an die Spitze der Opposition gegen den spanischen König. In den nun folgenden Jahren verschärften sich die religionspolitischen und sozialökonomischen Spannungen mehr und mehr, und es kam in 1566 zu religiösen Unruhen. Daraufhin sandte König Philipp II. von Spanien Herzog Alba mit einem 12 000 Mann starken Heer in das Land, das kurz vor einem Religionskrieg stand. Wilhelm von Oranien blieb nur die Flucht. So emigrierte er im Jahre 1567 in das nassauische Dillenburg und entging, im Gegensatz zu vielen anderen niederländischen Adligen, dem sicheren Tod.

Auf Schloss Dillenburg reifte der Entschluss des Prinzen, mit Waffengewalt in die Auseinandersetzungen gegen Philipp II. von Spanien einzugreifen. Der erste Feldzug Oraniens von 1568 führte zu einer vernichtenden Niederlage. Im zweiten militärischen Vorstoß, 1574, gelang es ihm, in Holland und Seeland kriegswichtige Stützpunkte zu erobern und damit Teile der Niederlande zu befreien. Schließlich trennten sich die nördlichen Provinzen von dem Rest der Niederlande ab und beauftragten Wilhelm mit der obersten Führung im Kampf gegen die Spanier. Dies war gleichsam die "Geburtsstunde" der niederländischen Republik. Die "Utrechter Union" sagte sich dann 1581 in einer Unabhängigkeitserklärung offiziell von Spanien los.

Wilhelms Ende war nun beschlossene Sache, denn Philipp II. von Spanien hatte einsehen müssen, dass er den Aufruhr in den Niederlande mit Gewalt nicht brechen konnte, solange Wilhelm von Oranien als Führer des Widerstands und Initiator des Aufstands am Leben war. Auf Anraten des Kardinals Granvelle, seines leitenden Ministers, erklärte der König den Prinzen für vogelfrei. Daraufhin wurden in den nun folgenden Jahren mindestens fünf Attentate gegen Wilhelm von Oranien vorbereitet, die teilweise frühzeitig aufgedeckt wurden. Am 10. Juli 1584 ereilte Wilhelm von Oranien jedoch sein Schicksal. In seiner Residenz in Delft, dem "Prinzenhof", wurde er von dem Burgunder Balthasar Gérard, einem religiösen Fanatiker, durch drei Pistolenkugeln getötet.

Museum & weitere Infos

Der Museumsverein Dillenburg betreibt die Museen auf dem Schlossberg. Hier finden Sie alle Infos zum Museum, zu den Öffnungszeiten und Führungen.

Auch auf der Internetseite der Stadt Dillenburg finden sich weitere Informationen zum Wilhelmsturm, aber auch zum Tourismus und der Umgegend.

Die Fähnlein zu Dillenburg haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Mittelalter in Dillenburg wieder lebendig werden zu lassen.

Die Kasematten

Die Kasematten des Dillenburger Schlosses sind die zweitgrößten in Westeuropa und werden nur noch von den später entstandenen in Luxemburg übertroffen. Kein Wunder, dass sie sich immer mehr zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickeln. Mit Bollwerken, Kasematten und Wehrgängen wurde ein Verteidigungssystem geschaffen, das die „Dillenburg“ uneinnehmbar machte. Im Siebenjährigen Krieg im Jahre 1760 schossen französische Truppen das Schloss in Brand. Nach dem Friedensschluss 1763 wurden auf Anraten der nassauischen Landesregierung die oberirdischen Anlagen geschleift (abgetragen).
Die Steine der alten Festung dienten als Baumaterial; sie wurden unter anderem für den Bau der Häuser in der Wilhelmstraße verwendet. Die Verteidigungsanlagen wurden aus Angst vor einer erneuten Belagerung zum Teil gesprengt oder mit Schutt und Erde aufgefüllt. Erst in den 30er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die heute unterirdische Anlage teilweise wieder freigelegt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Hotels & Pensionen

Hotel Bartmann's Haus

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Hotel Dillenburg

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Gasthof Kanzelstein

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Hotel Zum Schwan

Zimmer ab 42€ inkl. Frühstück

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Der Wilhelmsturm ist das Herz unserer Stadt. Und alle Dillenburger wissen wenn sie ihn sehen: Ich bin zu Hause.

Michael Lotz, Bürgermeister

Restaurants & Kneipen

Restaurant Bartmann's Haus

Restaurant

bartmannshaus.de

Die Erbse

Kneipe

erbse-dillenburg.de

Schwarzer Adler

Café und Cocktailbar

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Gasthaus Zur Krone

Kneipe

uboot-dillenburg.de